Sachsenpokal im Schnellschach

9 Teams ermitteln in Flöha den sächsischen Vertreter bei der Deutschen Schnellschachmeisterschaft

Bereits im Märtz sollte der Sachsenpokal im Schnellschach über die Bühne gehen. Wir hatten eine Vorrundengruppe als Ausrichter übernommen. Bekanntermaßen kam dann alles etwas anders… Am letzten Samstag, den 17.10.2020, war es aber doch endlich soweit. In der ehemaligen Baumwollspinnerei Flöha trafen neun von einst 18 gemeldeten Mannschaften zur Zwischenrunde und anschließenden Endrunde aufeinander. Der SC 1994 Oberland war von den Mannschaften aus dem Regierungsbezirk Dresden noch übrig. Wenn auch mit WIM Ulrike Rößler und Sebastian Szkoludek zwei wichtige Spieler nicht aufgeboten werden konnten, nahmen wir mit Pieter Leipert, Felix Schletter, Mannschaftsleiter Paul Hanisch und Frank-Peter Rößler in ernsten Absichten den Wettstreit auf. Mit ESV Nickelhütte Aue und VfB Schach Leipzig hatten wir in unserer Zwischenrundengruppe gleich zwei ganz schwere Brocken dabei. Die Seniorenriege des SC Leipzig um die 84-jährige Schachlegende Dr. Gabriele Just und der Krostitzer SV komplettierten das Feld.

In der ersten Runde wurden wir erwartungsgemäß von Aue geschlagen. Dabei war das 0,5 : 3,5 etwas zu hoch. Einzig Pieter gelang ein Remis gegen IM Cliff Wichmann. In der zweiten Begegnung mit SC Leipzig schlugen wir in gleicher Weise zurück. Ehre gebührt Frau Dr. Just, die an Brett vier in einer klaren Remisstellung darauf verzichtete, Frank-Peter Rößler mit seinen verbliebenen sechs Sekunden auf der Uhr – durchaus regelkonform – über die Zeit zu heben. Danke für diese faire Geste. Gegen den Krostitzer SV gelang ein standesgemäßer Sieg. Nach einer Verschnaufpause in Runde 4, die für uns spielfrei war, ging es gegen den VfB Schach Leipzig um nicht weniger als den Einzug ins Finale. Obwohl die Rollen dem Papier nach klar verteilt waren, kam es zu einem harten Kampf. Nachdem Rößler und Hanisch an den Brettern drei und vier ihre Partien verloren hatten, war klar, dass der „Anschlusstreffer“ durch den Nieskyer Felix Schletter auch bei einem durchaus möglichen Sieg Leiperts am ersten Brett nicht mehr für die Endrunde reichen würde. Die knappe 2,5 : 1,5 – Niederlage bedeutete Platz drei in der Zwischenrunde. Auf der Heimfahrt wurde darüber spekuliert, wie schlagkräftig die Mannschaft mit Geburtstagskind Falko Bindrich gewesen wäre. Der mittlerweile 30-jährige Großmeister ist seit dem Sommer wieder Mitglied des SC 1994 Oberland. Das Mannschaftsergebnis konnte sich sehen lassen. Genauso wichtig wie das Wettkampfergebnis war die Spielpraxis in einer an Turnieren und Mannschaftskämpfen armen Zeit.



Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.